Im Rahmen ihrer seit 2017 bestehenden Partnerschaft zu Geburtshilfe und Müttergesundheit wollen die Charité-Universitätsmedizin Berlin und das Princess Christian Maternity Hospital in Freetown, Sierra Leone, das Vertrauen von Frauen in die Qualität von Entbindungseinrichtungen im Sinne einer respektvollen Geburtshilfe erhöhen. Dadurch sollen Geburten in Sierra Leone für Mütter und ihre Neugeborenen sicherer werden. \r
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Hintergrund: \r
Zwar ist die Müttersterblichkeit in Sierra Leone inzwischen von 1.165 auf 717 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten zurückgegangen, sie ist im weltweiten Vergleich aber weiterhin sehr hoch. Es gibt noch große Lücken im Gesundheitssystem im Hinblick auf die Qualität der Versorgung schwangerer und gebärender Frauen. In vorherigen Projekten förderten die Partner bereits die freie Wahl der Geburtsbegleitung als einen Aspekt einer respektvollen Geburtshilfe gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.\r
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Aktivitäten:\r\n˗\tSchulungen für medizinisches Personal in respektvoller Geburtshilfe in Einrichtungen in allen fünf Provinzen des Landes\r\n˗\tSensibilisierungskampagne über das Recht auf respektvolle Geburtshilfe und Geburtsbegleitung nach Wahl und Erstellung eines Films hierüber\r\n˗\tEvaluierung der Auswirkungen der freien Wahl der Geburtsbegleitung\r
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Wirkungen: \r
Das Projekt verbreitet das Konzept der respektvollen Geburtshilfe in ganz Sierra Leone. Frauen haben dann mehr Vertrauen in die Geburtshilfe in Entbindungseinrichtungen und entscheiden sich eher für eine Geburt dort als zu Hause, wo die Gefahren für Mutter und Neugeborenes wesentlich höher sind.