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Psychische Gesundheit

SOLOMIYA: Langzeitstärkung medizinischer und psychosozialer Infrastrukturen in der Ukraine

Thema
Psychische Gesundheit
Partnerland
Ukraine
Partnerorganisation im Partnerland
Ministerium für Gesundheit der Ukraine, Ministerium für Veteranenangelegenheiten der Ukraine, Bogomolez Nationale Medizinischen Universität, Charkiw Nationale Medizinischen Universität, Institut für psychische Gesundheit der Katholischen Universität Lviv und ukrainisches Institut für kognitive Verhaltenstherapie Lviv
Partnerorganisation in Deutschland
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Herr Prof. Dr. Malek Bajbouj
malek.bajbouj@charite.de
Projektlaufzeit
30.04.202229.04.2023
Fördersumme
Bis zu 1,2 Mio. Euro
Gefördert durch
Klinikpartnerschaften

Die Partnerschaft zwischen der Charité Universitätsmedizin Berlin und dem Ministerium für Gesundheit der Ukraine, dem Ministerium für Veteranenangelegenheiten der Ukraine, der Bogomolez Nationalen Medizinischen Universität, der Charkiw Nationalen Medizinischen Universität, dem Institut für psychische Gesundheit der Katholischen Universität Lviv und dem ukrainischen Institut für kognitive Verhaltenstherapie Lviv hat das gemeinsame Ziel, die psychologische Versorgung der Menschen im ukrainischen Kriegsgebiet zu verbessern. Die Klinikpartner*innen möchten dadurch in dieser Notsituation eine dynamische und bedarfsgerechte Plattform aufbauen. Sie soll die ukrainische Bevölkerung, die durch den Krieg Stress und Trauma erlebt, konkret unterstützen.

Hintergrund:

Vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts in der Ukraine stehen die medizinischen Einrichtungen in dreifacher Hinsicht unter Druck: durch eine Zunahme von Patient*innen, durch einen Rückgang der Behandlungsressourcen aufgrund von Personal- und Materialmangel sowie als direktes Ziel von Angriffen. Derzeit befinden sich mehr als zehn Millionen Ukrainer*innen auf der Flucht. Etwa die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche, von denen viele einen dringenden, psychosozialen Unterstützungsbedarf haben. Erfahrungen aus früheren Krisenregionen zeigen, dass in vergleichbaren bewaffneten Konflikten 40% der Betroffenen behandlungsbedürftige Stresssymptome zeigen und 20% posttraumatische Belastungsstörungen entwickeln.

Aktivitäten:

  • Entwicklung einer integrativen, telemedizinischen Plattform auf Grundlage einer bereits bestehenden, die im Rahmen der Pandemiebekämpfung entwickelt wurde
  • Bewertung des Medikamentenbedarfs und Identifizierung von 600 schwerkranken, psychiatrischen Patient*innen in den drei Partnerkliniken zu vier unterschiedlichen Zeitpunkten des Projekts
  • Übersetzung und Validierung von zwei psychosozialen Diagnose-, Interventions- und Behandlungshandbüchern zu psychologischen Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Schulung und „Train-the-Trainer“ Workshops für 100 Laien und Fachleute in der Diagnose und Behandlung von Stress und Trauma bedingten Störungen
  • Unterstützung und Behandlung von 2.000 Patient*innen mit Stress- oder Trauma bedingten Störungen, einschließlich der wöchentlichen Betreuung von mindestens jedem/ jeder 4. Person
  • Entwicklung eines Ausbauplans, um die SOLOMIYA-Partnerschaften auszuweiten

Wirkung:

Die gezielte psychologische Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung senkt die negativen Langzeitfolgen der bewaffneten Angriffe auf ihre mentale Gesundheit. Das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Stress und Trauma bedingten Störungen erhöht die Chancen für Patient*innen, ein möglichst normales Leben nach dem Krieg führen zu können. Der Aufbau des engen Netzwerks und die Schulung von Ausbilder*innensorgt, über den Zeitraum der Förderung hinaus, für eine nachhaltige Verankerung des Projekts in der Ukraine.

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