Die Partnerschaft zwischen der Lehnhardt Stiftung und dem National Center of Maternity and Childhood in Bishkek hat das Ziel, die Versorgung und Langzeitbetreuung von gehörlosen Kindern in Kirgisistan sicherzustellen. Dazu sollen lokale Expert*innen geschult und Cochlea-Implantate bereitgestellt werden, um Hörbehinderungen bei Kindern frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.
Hintergrund:
Pro Jahr werden in Kirgistan etwa 160 gehörlose Kinder geboren. Bei frühzeitiger Diagnose können Cochlea-Implantate Kindern dazu verhelfen, Hör- und Sprechvermögen gut zu erwerben. Für eine Implantation müssen Neonatolog*innen und Ärzt*innen jedoch fachgemäß geschult werden. Außerdem sind die meisten Familien im Land nicht in der Lage, die Kosten für die benötigte Operation und die Geräte selbst zu tragen.
Aktivitäten:
- Implantationen durch deutsche Chirurg*innen in Kirgisistan für 5 Tage
- 3-wöchige Trainings von kirgisischen Chirurg*innen und Sprachtherapeut*innen in Deutschland
- Anschaffung von notwendigen Geräten zur Durchführung audiologischer Screenings und der Analyse
- Kontinuierliche Trainings vor Ort durch Telehealth-Maßnahmen
Wirkung:
Schulungen ermöglichen der Partnerklinik die Früherkennung, Versorgung und langfristige Betreuung von gehörloser Kindern in Kirgisistan sicherzustellen. Nach einer erfolgreichen Behandlung steigen die Chancen für Kinder, sich in regulären Kindergärten, Schulen und im Berufsleben zu integrieren, stark an.